Programm der Veranstaltung zum MÄhrischen Ausgleich in Brünn zweisprachig
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Mitwirkende am Programm der Veranstaltung zum Mährischen Ausgleich in Brünn
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100 Jahre Mährischer Ausgleich

Symposium der BRUNA

am 17./18. September 2005 in Brünn

 

Wir danken der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart

für die Förderung dieser Veranstaltung sehr herzlich ! 

 

Projektteam: Dr. Erich Pillwein, Dipl.-Ing. Markwart Lindenthal, Hanna Zakhari

Fotos: Werner Dürrwang, Walter Saida

Ein ausführliches Kompendium zum Thema und Veranstaltung

erstellte dankenswerterweise Herr Dipl.-Ing. Markwart Lindenthal 

 

Wie war’s ? Ich finde:   Wunderschön !

                           

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

kurz gesagt: Unsere Veranstaltung zur Erinnerung an den „Mährischen Ausgleich“ in Brünn sehe ich als einen großen Erfolg. Dafür danke ich nicht nur allen Mitwirkenden, sondern auch unseren über 120 Besuchern, die als Zuhörer dabei waren, egal aus welchem Land oder Brünner Stadtteil sie kamen und welche Sprache sie sprachen.

 

Die Kurzinhalte der einzelnen Referate werden wir veröffentlichen. Ich möchte mich darauf beschränken, Ihnen einige ganz besondere Augenblicke dieser Veranstaltung zu schildern, die sich mir ins Gedächtnis einprägten. Zum Beispiel die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger der Stadt vor dem Holocaust Denkmal am Jüdischen Friedhof in Brünn durch den BRUNA Vorstand. Oder auch die Worte des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Brünn, unseres Gastes, am zweiten Tag der Veranstaltung. Es sind Worte Jahrtausende alter Weisheit. Hören Sie einfach was uns Herr Ing. Fried zu sagen hatte:

 

Ich habe die Vorträge gestern sehr aufmerksam verfolgt; etwas aber habe ich vermisst.

 

Geehrte Damen und Herren, seid willkommen in Brno !!

 

Ich bin zu der Überzeugung gelangt, daß Ihr nicht gekommen seid, nur um die Gräber Eurer Nächsten zu besuchen oder über den Mährischen Ausgleich zu diskutieren. Ich glaube daran, daß irgendwo in der tiefsten Ecke Eurer Seelen mindestens ein winziges Stück der Liebe zu dieser Stadt geblieben ist, zu der Stadt Eurer Geburt, zu der Stadt, in der manche von Euch einen Teil der Jugend verbracht haben. Ihr seid zurückgekommen und haben gesehen, daß alles das, was Generationen vor Euch errichtet haben, immer noch in seiner ganzen Pracht vorhanden ist, und daß auch Neues, gleich Schönes entstanden ist

 

Ihr habt Brünn nicht freiwillig verlassen, Ihr wurdet dazu gezwungen. Uns Juden ist jede kollektive Schuld fremd. Das Böse der Kollektivschuld haben wir Juden in unserer Geschichte über Jahrhunderte erlebt. Wir warteten fast 2000 Jahre auf die Entschuldigung aber wir haben überlebt. Obwohl unsere Vorfahren großes Leid und Erniedrigungen auf sich nehmen mußten, obwohl unzählige von uns in den Jahrhunderten um ihr Leben gebracht wurden. Aber wir überlebten doch, da wir immer unseren Nächsten vergeben haben, aus der Erfahrung lernten und immer die Kraft aufbrachten, neu anzufangen. Ich glaube und hoffe, daß sich die Deutschen und die Juden wieder in Brünn niederlassen werden, ihre Existenzen gründen werden, ihre Liebe durchleben werden und ihre Kinder hier zeugen werden. Sie werden erneut zu der Würze der Stadt und werden ihr ihr früheres buntes Kolorit wiedergeben. Auch wenn es nicht heute und morgen geschehen wird  

 

In der Pause sagte Herr Ing. Fried noch etwas Bemerkenswertes. Er sei sich sicher, daß die Bedeutung dieser Veranstaltung in der ganzen Tschechischen Republik nicht ihresgleichen finde. Vielleicht mit Ausnahme der Eröffnung der Sudetendeutschen Kanzlei in Prag. Man müsse miteinander reden. Selbst Streiten sei eine Form der Kommunikation nur miteinander nicht reden, das sei die schlechteste Lösung......

 

Aber auch andere Eindrücke prägten das Bild der Veranstaltung. Als Frau Hana Mlynáriková den familiären Rahmen der Veranstaltung lobte und auch die Möglichkeit der Simultanübersetzung, die es Zuhörern, der fremden Sprache unkundig, möglich mache, alle die Vorträge in ihrer Sprache zu verfolgen. Als Herr Professor Štědroň, der selbst einen ausgezeichneten Vortrag über Leoš Janáček und das musikalische Brünn der Jahrhundertwende hielt, Herrn Dr. Pillwein seine Begeisterung über die Darstellung des Wirkens von Christian d’Elvert ausdrückte, einer Persönlichkeit, die er, Professor Štědroň, seit Jahren sehr bewundere.                                                                                

 

Als Frau Dr. Ilse Tielsch ihre Hochachtung vor den Referaten von Dr. Martin Bachstein und Markwart Lindenthal ausdrückte, da, wie sie sagte, diese beiden Referate in ihrer Ausführlichkeit und Tiefe völlig neue und interessante Aspekte darlegten, die man, so Frau Dr. Tielsch, in dieser Form sonst nirgends finde.

 

Als sich in der Menge des Saales plötzlich eine Dame zu uns durchdrückte und sich als Frau Storek-Petzold vorstellte, Mitglied einer der ältesten Brünner Familien, und mit uns den Sonntag verbrachte. Oder als unsere Frau Klimesch eindrucksvoll erklärte, sie fand den Vortrag über die jüdische Minderheit besonders interessant, da sie als Kind nicht allzuviel darüber erfahren konnte. Dafür sich aber heute noch an eine unerklärbare Angst und an Grauen erinnere, welches sie empfand, als sie Menschen auf der Straße begegnete, die einen merkwürdigen gelben Stern auf ihrer Armbinde tragen mußten. Und so nach und nach aus ihrem Umfeld verschwanden. Merkwürdig. Etwas ähnliches erzählte der junge tschechische Hochschulabsolvent über die deutsche Vergangenheit der Stadt. Sie sei fühlbar aber nirgends erreichbar, auch seine eigenen Eltern können ihm nichts dazu sagen. Mühsam suche er Quellen, anhand derer er diese Vergangenheit auffinden kann.

 

Ein ganz besonderes Erlebnis war, als sich die bereits kostümierten Darsteller des Mundart-Theaters des Deutschen Sprach- und Kulturvereins in Brünn unter die Gäste des festlichen Abendempfangs mischten und so auf einmal den Eindruck des lebendig gewordenen Brünn des 19. Jahrhunderts, mitten unter uns, zauberten. Und ich habe jetzt noch das herzlich lachende Gesicht des Sales Managers des Grandhotels vor Augen, als vor der improvisierten Krautmarkt-Kulisse das echte „Brinnarisch“ der DSKV Spieltruppe erklang.

 

Als mittendrin und völlig unerwartet der junge tschechische Konzertmeister eine begeisterte Dankesrede auf den Vortrag von Herrn Professor Grulich über den Mährischen Ausgleich hielt und zum Schluß der Veranstaltung gerade durch ihn zunächst Takte der tschechischen und danach der deutschen Hymne erklangen und jeder Teilnehmer seine eigenen Worte zum Mitsingen finden konnte.

 

Eine Frage konnte ich allerdings nicht beantworten. Sie kam von einer der bedeutenden Brünner Persönlichkeiten, Herrn Arch. Klenovsky. Warum, so fragte er mich, wurde die Presse zu dieser Veranstaltung nicht eingeladen? Dies sei doch eine wichtige Veranstaltung zur Völkerverständigung und eine Berichterstattung über diese sehr gelungene Veranstaltung an die Öffentlichkeit dringend erforderlich.

 

Nun - ich wußte keine Antwort. Wir haben über 30 Medien sowohl der tschechischen als auch der österreichischen und deutschen Medienwelt über unser Vorhaben mehrfach informiert und eingeladen. Vielleicht sind andere Themen wichtiger. Bundestagswahlen sicher. Fußballspiele, Töpfermärkte und Misswahlen auch?  

 

Übrigens – ich habe in mehreren guten Buchhandlungen der Stadt nach dem Buch „Němci ven“ in tschechischer Fassung nachgefragt.   Es war jedesmal verfügbar und befindet sich regelmäßig im Abschnitt „Geschichte der Neuzeit“.

 

Liebe Teilnehmer und liebe (diesmal) Daheimgebliebene, es war ein schönes und interessantes Fest und ich bin überzeugt davon, es war nicht das letzte. Der Vorstand wird in seiner diesjährigen Klausurtagung darüber beraten, auf welche Weise die gemeinsamen Aktionen mit der Brünner Öffentlichkeit fortgesetzt werden könnten. Ich denke es lohnt sich.

 

Ihre Hanna Zakhari, stellvertretende Bundesvorsitzende

Oktober 2005

 

MEETING BRNO 2016

Wallfahrt der Versöhnung

BRUNA Stuttgart und BRUNA Schorndorf im BGZ Brünn

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Weihnachten 2015 bei BRUNA Stuttgart  bitte aufs Bild klicken 

Der Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Minderheiten, Hartmut Koschyk, bei der SL BW zum 19. März 1919 für mehr Bilder klick aufs Bild

Gedenkfeier zur Charta der Heimatvertriebenen am 5. August 2014 in Stuttgart. Festansprache hält Herr Hartmut Koschyk, der Beauftragte für Minderheiten der Bundesrepublik Deutschland.

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Der Vorsitzende des KV Stuttgart nahm teil an der Ehrung der Preisträger/nnen des Kinder-Malwettbewerbs "Kinder malen Freunde" im Stuttgarter Rathaus teil. Für mehr Fotos bitte klick aufs Bild !

 

Die Brünner Deutschen danken sehr herzlich Frau Margarete Kriso für die wunderschöne Kerzenspende, Pater Daniel für seine Dankesworte, den Schwestern Klarissinen in Brünn für die Herstellung des Kunstwerkes und allen Beteiligten sehr herzlich.

TExt lesen? bei klick aufs Bild !
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Mehr über Sudetendeutschen Tag beim klick auf das Foto des Trachtenpärchens !
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Radio Hultschin spielt für Sie beim klick aufs Bild !
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Am 2. Oktober nahm Peter Kotacka als Ehrengast an der Veranstaltung zum 55. Gründungsjubiläum des BRUNA Kreisverbandes Göppingen teil. Mehr Bilder sehen Sie beim Klick aufs Bild

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BRUNA STUTTGART begeht Gründungsjubiläum am Max Eyth See in Stuttgart
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Chor Gymnasium Brno-Křenová
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DAS LEIBNIZ-GYMNASIUM

IN STUTTGART

LUD AM 12. MAI

ZU EINEM SCHÜLER-AUSTAUSCH-KONZERT

STUTTGART-BRÜNN EIN !

Chor Leibniz-Gymnasium Stuttgart
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Programm Schülerkonzert
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